antifa in aktion*

 

Am gestrigen Donnerstag (08.02) fand die Jahreshauptversammlung der NPD Altötting/Mühldorf im Mühldorfer Gasthaus „Schwaigerkeller“ am Stadtberg statt. Da die lokale Antifa  relativ kurzfristig vom Veranstaltungsort erfuhr, es aber dennoch klar war, dass wir es nicht zulassen würden, dass sich die NPD ungestört mitten in Mühldorf trifft, versammelten sich ca. 30 Jugendliche am Mühldorfer Bahnhof wo zufälligerweise ein Infostand einer jungen Antifaschistin angemeldet war. Dort wurde sich noch kurz über die Mühldorfer Naziszene informiert und ausgetauscht.
Dannach haben sich die AntifaschistInnen nach und nach zu einem „Feierabendbier“ in den Schwaigerkeller aufgemacht. Dort ließen sich ab und an mal ein paar grimmig dreinschauende Nazis blicken. Es waren circa 15-20 NPD Mitglieder zur Jahreshauptversammlung gekommen, teilweise sogar aus Nachbarlandkreisen. Ein wirklich erbärmlicher Haufen, der sich da im Nebenraum verschanzte. Die Anfangs ignorant gegenüber unseren Argumenten gewesene Wirtin wurde nachdem immer mehr Antifaschisten in ihren Gasthof drängten doch noch zum Einlenken bewegt. Sie sagte, es würde keine Versammlung der NPD mehr im Schwaigerkeller geben. Pech für die Nazis. Diese hatten schon bis zum Ende des Jahres ihre monatlichen Termine dort gebucht.
Eine besondere Rolle kommt wie immer auch der Polizei und dem StaatsSchutz zu gute. Nachdem bekannt wurde, wo sich die Nazis treffen wollte die Antifa eine Spontankundgebung vorm Schwaigerkeller anmelden. Dies wurde unter fadenscheinigen Begründungen abgelehnt. Des weiteren sollte den Antifaschisten verboten werden sich von dem Infostand zu entfernen. Der Infostand wurde als Kundgebung ausgelegt obwohl er nie dafür angemeldet noch gedacht war. Es ist nun mal nichts ungewöhnliches, dass sich Jugendliche auf ein Bier am Bahnhof treffen. Als dann schon einige AntifaschistInnen sich im Schwaigerkeller befanden, wurde der Eingang des Gasthofes durch einen Streifenwagen versperrt und den Leuten wurde der Zutritt zur Gaststätte verwehrt, worüber die umsatzfreudige Wirtin mehr als verärgert war.
Der Polizei und vor allem einem gewissen süßen Staatsschützer sei noch zu sagen, dass sie erstmal ihre eigenen Gesetze lernen sollten hinsichtlich Bewegungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und Gewerbefreiheit.

24.2.07 16:01

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